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Städtewachstum

Stockholm platzt aus allen Nähten

Publicerat tisdag 12 juni 2012 kl 14.01
„Jedes Jahr wird der Wohnungsmangel schlimmer"
(4:27 min)

Es herrscht Wohnungsmangel in der Region Stockholm. In einer neuen Studie schlägt jetzt die Provinzialregierung Alarm und warnt davor, dass 2030 über 300.000 Stockholmer ohne Wohnung dastehen könnten. Die Bevölkerung wächst stetig und trotzdem wird, so der Bericht, nicht genug gebaut.

Täglich ziehen durchschnittlich 95 Menschen in den Großraum Stockholm. Das sind 35.000 neue Bewohner der Region jedes Jahr. Dem steten Bevölkerungswachstum steht aber sogar ein Rückgang beim Bau von Wohnungen gegenüber. Im letzten Jahr wurden 8.000 neue Wohnungen gebaut, 500 weniger als im Vorjahr. Laut Henrik Weston, Stadtplaner bei der Provinzialregierung, hat das mit einer generellen Unsicherheit zu tun.

„Das wirkt sich darauf aus, wie viel und wie schnell gebaut wird, auf die Investitionen, auf die Entscheidungen der Menschen, ob sie derzeit in der Lage sind, eine Wohnung zu kaufen oder nicht. Hat man in einem Jahr noch Arbeit? Grundsätzlich sind es die großen strukturellen Probleme in der Welt, die den Bau neuer Wohnungen beeinflussen, aber es geht auch um andere Dinge. So sollten etwa Gemeinden besser darin werden, zu planen.“

Die Gemeinden um die Stadt Stockholm müssen mit dem enormen Zuzug in die Hauptstadt umgehen. Die Region hat derzeit knapp über 2,1 Million Einwohner, in knapp 20 Jahren werden es voraussichtlich eine Million mehr sein. Der Zuwachs ist enorm und einzigartig, so Weston:

„Was das angeht, wachsen wir am schnellsten, in Schweden sowie in ganz Skandinavien. Helsinki hat auch einen starken Bevölkerungszuwachs, aber wir sind die Region in Europa, die derzeit am schnellsten wächst. Und das setzt den Wohnungsmarkt enorm unter Druck. Es ist jetzt schon schwer, eine Wohnung zu finden und zudem wird eben auch nicht genug gebaut. Die Kluft wird immer größer, jedes Jahr wird der Wohnungsmangel schlimmer, die Bevölkerung wächst und der Wohnungsbau lässt nach.“

Wohnen auf dem Dachboden

Für den Städteplaner Weston ist klar: Auch der Trend zum Einpersonenhaushalt macht die Sache schwieriger. Durchschnittlich wohnen in Stockholm zur Zeit  2,1 Personen in einem Haushalt. Zudem sind zwei Drittel der neu gebauten Wohnungen als Eigentumswohnungen geplant, es gibt also nur wenig Wohnraum, der gemietet werden kann. Jeder Quadratmeter wird mittlerweile genutzt. Auch in Stockholm wohnt man jetzt in umgebauten Dachböden, Geschäftsräumen oder Sommerhäuschen. Auf diese Weise entstehen jedes Jahr noch einmal knapp 3.000 Wohnstätten. Das reicht jedoch nicht aus.

Die Gemeinden um die Stadt sind gefragt, doch nicht alle Vororte sind gleich willig zu bauen. Die Unterschiede werden an den nördlichen Vororten Solna und Danderyd deutlich.

„Es ist im Grunde genommen eine politische Frage. In Solna zum Beispiel hat man politisch bestimmt, dass man als Teil der Region Stockholm wachsen und Wohnungen bauen will. Denn die Menschen wollen in Solna wohnen.“

In Danderyd, so Henrik Weston, sei man restriktiver, und habe aus politischer Sicht das Problem von sich geschoben und es anderen Gemeinden überlassen, Verantwortung zu übernehmen. Dennoch sei es aber positiv zu bewerten, dass die Mehrzahl der Vororte heute wachsen wollen. Und sie müssen. In der Studie der Provinzialregierung wird festgehalten, dass die Verantwortung für die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum in den Händen der Gemeinden liegt. Sämtliche Gemeinden in der Region Stockholm geben an, dass bei ihnen Wohnungsmangel herrscht, speziell im Bereich Mietwohnungen. Der Wohnungsmarkt wird dadurch unflexibel und die Leidtragenden sind oft junge Familien und Studenten.

Investitionen in Infrastruktur nötig

Neben der unsicheren wirtschaftlichen Lage stehen neuen Bauvorhaben auch ein jeweils langwieriger Planungsablauf und strenge Umweltauflagen im Wege. Zudem hängt der Wohnungsbau stark mit einer funktionierenden Infrastruktur zusammen, resümiert die Studie.

„Wir von der Provinzialregierung haben zusammen mit der Verkehrsbehörde die Möglichkeit, Ressourcen zu verteilen, was die Infrastrukturplanung angeht. Wenn wir etwa sehen, dass eine Gemeinde Wohnungen bauen könnte, könnte man etwa für eine neue Autobahn oder Abfahrt sorgen, oder eine andere Form von Verkehrsanschluss, einen Bahnhof oder so etwas.“

Auf diese Weise habe man die Möglichkeit, den Wohnungsbau zu steuern. so Weston. Eine andere Möglichkeit wäre es auch, die Gemeinden der Stockholmer Vororte härter in die Pflicht zu nehmen, neu zu bauen und den Bedarf an Wohnraum zu decken. Im Herbst will Wohnungsbauminister Stefan Attefall einen entsprechenden Gesetzesvorschlag einbringen.

Bettina Rehmann/ Olgica Lindquist

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