Neueröffnung beantragt

Assange ficht Auslieferung an

Der Chef der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, hat eine Neuverhandlung seiner Auslieferung von Großbritannien nach Schweden beantragt.

Wie der Oberste Gerichtshof in London am Dienstag mitteilte, haben Assanges Anwälte entsprechende Papiere eingereicht. Sie beklagen unter anderem, die Richter hätten ihren Beschluss auf Grund von Beweisen gefällt, die die Verteidigung nicht ausreichend habe auswerten können.

Der Oberste Gerichtshof hatte vor zwei Wochen die Auslieferung Assanges nach Schweden beschlossen. Er wird gesucht, weil er sexueller Vergehen an zwei Schwedinnen verdächtigt wird, die er bei einem Besuch Mitte 2010 begangen haben soll. Nach Agenturangaben stufen britische Juristen den Antrag auf Berufung im Auslieferungsverfahren als ungewöhnlichen und praktisch nie da gewesenen Vorgang ein. Ein Erfolg Assanges würde als Bloßstellung für Großbritanniens oberste Richter angesehen werden.

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