Bitterer Beigeschmack: Beerenpflücker in Schweden
Botschaft half Beerenpflückern nicht

Skandal und kein Ende

Der Skandal um arbeits- und wohnungslose ausländische Beerenpflücker in Schweden dauert an. Die bulgarischen Pflücker in Örebro, denen zum Wochenende Hilfe von der bulgarischen Botschaft zugesichert worden war, halten sich weiterhin in der mittlelschwedischen Stadt auf.

Die Botschaft hatte versprochen, die zwanzig Pflücker am Sonntag mit einem Bus zunächst nach Stockholm zu bringen. Nachdem der Bus jedoch ausgeblieben war, hatten sich die Pflücker an die Polizei gewandt. Am Sonntagabend waren sie daraufhin erneut akut in einer Jugendherberge untergebracht worden. Die Kommune Örebro wollte im Laufe des Montag für die Betroffenen Zugreisen nach Stockholm organisieren.

Immer wieder hatten die Medien in den vergangenen Jahren über unhaltbare Arbeits- und Lebensbedingungen der oftmals tausenden ausländischen Pflücker berichtet. Die Einwanderungsbehörde hatte daraufhin die Regeln verschärft. So können die Pflücker jetzt einen Mindestohn einfordern. Die strengeren Bedingungen gelten jedoch nur für Bürger aus Ländern außerhalb der EU. Gewissenlose Arbeitgeber bedienen sich daher vorzugsweise EU-ansässiger Arbeitskräfte.

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