Soll lieber Zuhause bleiben
Importverbot

Regierung will einheimische Hummer schützen

Die schwedische Regierung plant ein Verbot gegen den Import und Verkauf lebender amerikanischer Hummer.

Zu viele amerikanische Exemplare seien in schwedischen und norwegischen Gewässer aufgefunden worden und gefährden damit den Bestand des nordischen Hummers, teilte Umweltministerin Lena Ek im Schwedischen Rundfunk mit. Der amerikanische Hummer sei größer und stärker, könne Krankheiten übertragen, sich mit örtlichen Artgenossen paaren und somit diese schwächen und letztlich verdrängen, betonte Ek. Die Ministerin vergleicht die amerikanische Hummerart als ähnlich invasiv wie Marder, gefräßige Nacktschnecken oder Signalkrebse, die einheimischen Arten in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme bereitet haben.

Das Verbot ist für Sommer nächsten Jahres geplant mit der Hoffnung, dass Norwegen und andere EU-Länder dem schwedischen Beispiel folgen werden. Importeure, die garantieren können, dass ihren Hummern jegliche Chance auf Flucht in die freie Wildbahn verwehrt ist, sollen jedoch von dem Verbot ausgenommen werden. Jährlich werden etwa 250 Tonnen lebende Hummer aus Kanada und den USA importiert.

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