Vize-Zentralbankchef sehnt sich nach niedrigen Leitzinsen
Vizechef der Zentralbank

„Hoher Leitzins kostet uns 40.000 Arbeitsplätze"

Mit ihrem beharrlich hohen Leitzins soll die schwedische Zentralbank für 40.000 verlorene Arbeitsplätze verantwortlich sein. Dies erklärte der Vizepräsident der Zentralbank, Lars E.O. Svensson, gegenüber der Tageszeitung Dagens Nyheter.

Der Leitzins habe in den vergangenen 15 Jahren die Inflation nach unten gedrückt und damit die Arbeitslosigkeit unnötig nach oben getrieben, so Svensson. Der schwedische Leitzins liegt derzeit bei 1,5 Prozent und ist damit höher als in vergleichbaren Wirtschaftsräumen wie den USA oder den Euro-Ländern. Diese Unterschiede würden Investoren verleiten, vermehrt in die Schwedische Krone zu investieren und diese damit zu stärken, so der Vizepräsident. Die Inflation werde dadurch niedrig gehalten und die Arbeitslosigkeit gehe nach oben. Und eben so sei es in Schweden auch geschehen.

Die schwedische Zentralbank ist seit Jahren schon von internen Konflikten über den richtigen Leitzinskurs gekennzeichnet. Die Mehrheit in der Führung der Bank, mit Präsident Stefan Ingves an der Spitze, befürwortet einen höheren Leitzins aus Furcht vor aufgeblähten Preis-Blasen, etwa auf dem Immobilienmarkt. Andere Leitfiguren der Zentralbank, wie etwa Vizepräsident Svensson, würden lieber einen niedrigen Zins sehen, um Kreditaufnahmen für die Unternehmen zu verbilligen und damit die Anstellung neuer Mitarbeiter zu erleichtern.

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