Neuer Skandal

Ethik-Prüfungsausschuss verfälschte Dokumente

Der Skandal um Missstände bei staatlichen Institutionen setzt sich fort. Nachdem in jüngster Zeit mehrere Stellen mit der massiven Verschwendung von Steuergeldern in die Schlagzeilen geraten waren, steht jetzt der Zentrale Ethik-Prüfungsausschuss in der Kritik.

Wie der Schwedische Rundfunk unter Verweis auf die Aussagen leitender Mitarbeiter berichtet, hatte der Ausschuss, der unter anderem Forschungsprojekte beurteilt, eine Reihe wichtiger Angelegenheiten jahrelang unbearbeitet gelassen. Als Journalisten Einsicht in die Unterlagen forderten, verfälschte der Ausschuss die Dokumente. So wurden einzelne Papiere neu datiert. Da die Behörde im Lauf der Jahre die Adresse gewechselt hatte, schnitt man zudem von einigen Dokumenten die neue Adresse ab, klebte stattdessen die alte an und gab eine Kopie des so entstandenen neuen Dokument für das Original aus. Der verantwortliche Mitarbeiter wollte sich im Rundfunk nicht zu dem Fall äußern, gab aber in einem Kommentar den Bescheid, es habe sich lediglich um "administrative Maßnahmen" gehandelt.