Schwierige Arbeitsvermittlung in Schweden
Arbeitsmarktstudie

Schwedens Einwanderer haben es schwerer auf dem Arbeitsmarkt

Schweden schneidet im europäischen Vergleich schlecht ab bei der Integration von Einwanderern auf dem Arbeitsmarkt. Wie eine Studie an der Universität Stockholm zeigt, sind 23 Prozent der männlichen Migranten in ihren ersten zehn Jahren in Schweden ohne Arbeit, berichtet der Schwedische Rundfunk.

Von den 15 Ländern, die in der Studie miteinander verglichen wurden, hat nur Spanien noch schlechter abgeschnitten. Bei weiblichen Einwanderern lag die Arbeitslosenquote bei 27 Prozent, was im europäischen Vergleich nur von Frankreich übertroffen wurde.

Wie der Leiter der Studie, der Soziologe Ryszard Szulkin erklärte, seien die hohen Flüchtlingsquoten in Schweden eine Erklärung für die schlechte Arbeitsmarktintegration. Flüchtlinge hätten bei ihrer Ankunft im Land einen niedrigeren Bildungsstand als gewöhnliche Arbeitsmigranten, so der Forscher.

Nach längerem Aufenthalt im Land hat sich die Situation für viele Migranten jedoch verbessert: Nur noch 11 Prozent aller eingewanderten Arbeitssuchenden waren auch nach zehn Jahren Aufenthalt in Schweden noch erwerbslos.

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