Schwedens Migrationsminister
Trotz Flüchtlingsansturm:

Billström gegen Quotenregelung

Migrationsminister Tobias Billström hat sich gegen Pläne des Europa-Parlaments für eine Quotenregelung bei der Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. Dabei geht es darum, eine gerechtere Verteilung Asylsuchender auf die einzelnen EU-Länder zu erreichen.

Trotz seiner relativ geringen Bevölkerung steht Schweden zurzeit an vierter Stelle der Aufnahmeländer. Nur Frankreich, Deutschland und Italien beherbergen mehr Flüchtlinge. Dennoch äußerte sich Billström im Schwedischen Rundfunk ablehnend zu der Initiative des Strassburger Parlaments. Er sagte, eine Quotenregelung würde zu Spannungen der EU-Länder untereinander führen. Ein Verteilungsschlüssel sei nicht das richtige Instrument, um die Frage einer einheitlichen Asylpolitik der Europäischen Union zu lösen.

Die Ablehnung Billströms kommt zu einer Zeit, in der sich die schwedische Asylpraxis als zunehmend problematisch erweist. Schon seit Monaten können neu ankommende Asylsuchende nur noch provisorisch untergebracht werden, teilweise in Zeltlagern. Auch die Vermittlung von Arbeitsplätzen für Flüchtlinge mit Bleiberecht wird immer schwerer.

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