Weniger Verbrechen?
Große schwedische Studie

ADHS: Weniger Straftaten durch Medikamente

Wenn kriminell gefährdete Personen mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom ADHS gegen das Syndrom medikamentös behandelt werden, sinkt das das Risiko, dass sie Straftaten begehen. Das belegt eine große schwedische Studie.

Die Ergebnisse der am Stockholmer Karolinska Institut erstellten Studie werden in der angesehenen Medizinzeitschrift New England of Medicine vorgestellt. Untersucht wurden dabei rund 25.000 Personen mit ADHS. In der gesamten Gruppe waren im Laufe von vier Jahren mehr als 27.000 Straftaten begangen worden. Bei den Personen, die gegen ADHS Medikamente einnahmen, lag das Risiko, eine Straftat zu begehen, jedoch um 32 Prozent niedriger.

Henrik Larsson, Dozent für Epidemoplogie und Leiter der Studie, sagte im Schwedischen Rundfunk, er sei erstaunt über das deutliche Ergebnis. Es scheine angezeigt, Personen, die sich im Risikobereich für kriminelle Handlungen befänden, entsprechende Behandlung anzubieten. Auf diese Art könnte die Zahl von Straftaten zurückgehen.

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