Eine Praxis zur Behandlung von Illegalen in Stockholm
Ärzteverband kritisiert Gesetzesvorschlag

Unklare Gesundheitsversorgung von Einwanderern ohne Papiere

Der schwedische Ärzteverband hat auf gravierende Probleme bei dem jüngsten Regierungsvorschlag zur Behandlung illegaler Einwanderer hingewiesen. Mit der Regelung sei es für die Ärzte schwer zu entscheiden, welche Behandlung einem illegalen Flüchtling zusteht und welche nicht, berichtet der Schwedische Rundfunk.

Laut dem Gesetzesvorschlag soll Erwachsenen, die sich in Schweden ohne Aufenthaltsgenehmigung befinden, dieselbe Gesundheitsversorgung zukommen wie Asylbewerbern. Dabei sollen dringende Behandlungen, die nicht aufgeschoben werden können, mit öffentlichen Geldern finanziert werden. Die Entscheidung darüber, wie akut die Behandlung ist, liegt dabei beim einzelnen Arzt.

Wie Kristina Söderlind vom Ärzteverband erklärte, könne nicht immer direkt entschieden werden, ob es sich um eine akute Behandlung handle oder nicht. In manchen Fällen könnten Eingriffe späteren, schwerwiegenden Krankheiten vorbeugen. Für den einzelnen Arzt sei es dabei schwer zu entscheiden, ob er einen Patienten behandeln darf oder nicht.

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