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Lieber noch ein bisschen arbeiten
Gewerkschaften skeptisch

Rente mit 69?

"Vorschlag ist problematisch"
2:32 min

Schweden erwägt eine Erhöhung des Renteneintrittsalters um zwei Jahre. Eine von der Regierung eingesetzte Untersuchungskommission schlägt dies nach Angaben der Tageszeitung Dagens Nyheter unter anderem vor. Der endgültige Vorschlag soll zwar erst im April unterbreitet werden, doch die Gewerkschaften schlagen bereits jetzt Alarm. Eine Erhöhung des Rentenalters bedürfe wesentlicher Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt bereits vor gut einem Jahr, als er laut über ein Rentenalter von 75 Jahren nachdachte. Jetzt wurden Details über die Arbeit der von der Regierung eingesetzten Untersuchungskommission bekannt. Demnach soll das Mindestalter für das Anrecht auf Rente von 61 auf 63 Jahre erhöht werden. Gleichzeitig steigt das Recht auf einen Anspruch auf einen Arbeitsplatz von 67 auf 69 Jahre.

Für so manchen Beruf wäre das nicht ganz unproblematisch. Das bestätigt auch Bauarbeiter Thorbjörn Larsson dem Schwedischen Rundfunk: „Das kommt wohl darauf an, wie man körperlich beieinander ist. Wenn es einem gut geht, schafft man wohl ein paar Extrajahre. Aber das ist doch so unterschiedlich. Viele sind doch schon mit 60 am Ende. Die Kälte macht uns Bauarbeitern schon zu schaffen. Ich selbst möchte schon bis 67 arbeiten.“

Gesamtes System anpassen

Tatsächlich erreichen viele Arbeitnehmer schon jetzt aus gesundheitlichen Gründen nicht ihr Rentenalter. Eine Neuregelung würde zudem das gesamte Gefüge zwischen Renten, Sozial- und Krankenversicherung in Schwanken bringen, befürchten die Gewerkschaften.

Ingemar Eriksson von der Untersuchungskommission möchte nicht gerne bestätigen, dass über eine Erhöhung des Rentenalters nachgedacht wird. Fügt aber gleichzeitig hinzu, dass der gesamte Themenbereich untersucht wird: „Wenn man das Alter im Rentensystem verändert, muss man auch die Altersgrenzen in den anderen Sozialsystemen anpassen.“

Skeptische Gewerkschaften

Dennoch sind die Gewerkschaften skeptisch. Vor allem die Vertreter des Dachverbandes der Arbeitergewerkschaften LO, wie Lasse Thörn. Er sieht die Arbeiter in körperlich harten Berufen dann noch mehr auf der Verliererseite: „Dieser Vorschlag ist problematisch. Unsere Mitglieder haben schon heute Schwierigkeiten, bis 61 oder 65 zu arbeiten. Der Vorschlag macht das ja noch schwerer. Das zersplittert die Gesellschaft doch noch mehr.“

Die Kommission legt ihren Bericht im April vor. Wie immer auch die Vorschläge dann genau aussehen werden, eine längere Übergangszeit ist anscheinend geplant, um Ungerechtigkeiten auszugleichen. Über die endgültige Ausformung der Rentenreform muss zuvor sowieso erst einmal die Politik und damit Regierung und Reichstag entscheiden.

Anders Jelmin/Katarina Helmersson/Dieter Weiand

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