Erik Ullenhag
„Spitze des Eisberges“

Weniger Anzeigen wegen Diskriminierung

Die Zahl der Anzeigen wegen Diskriminierung hat in Schweden markant abgenommen. 2012 wurden laut Angaben der Tageszeitung Svenska Dagbladet 1559 Fälle gemeldet. Das sind rund ein Fünftel weniger als im Jahr zuvor.

Am häufigsten sind Fälle wegen ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Alter oder körperlicher Einschränkung. Lediglich in Zusammenhang mit Benachteiligung bei der Elternzeit haben die Anzeigen zugenommen. Der zuständige Minister Erik Ullenhag weist jedoch darauf hin, dass die gesunkene Zahl der Anzeigen keineswegs eine generelle Verbesserung der Situation bedeuten müsse. Laut Diskriminierungsombudsmann Agneta Broberg belegen Berichte, dass die zur Anzeige gebrachten Fälle lediglich die Spitze des Eisberges darstellen.

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