Einfahrt für verstrahlten Müll beim KKW Forsmark
Neue Berechnungen zum schwedischen Endlager

Radioaktive Entsorgung: Das größte Infrastrukturprojekt aller Zeiten

Die Kosten für die geplante Endlagerung radioaktiven Abfalls in Schweden werden sich voraussichtlich um mehr als ein Drittel verteuern.

Dies zeigen neue Berechnungen der Technischen Universität im norwegischen Trondheim. Die Kosten für den Abriss schwedischer Kernkraftwerke sowie für die radioaktive Entsorgung in einem Endlager würden demnach bei rund 18 Milliarden Euro liegen. Die nukleare Entsorgung werde damit zum größten Infrastrukturprojekt Schwedens aller Zeiten. Bislang wurden die anfallenden Ausgaben auf nur 13 Milliarden Euro geschätzt.

Björn Hedberg von der Strahlenschutzbehörde hat den bisherigen Kostenanschlag des zuständigen Unternehmens SKB stark kritisiert. Bei der Einschätzung mangle es dem Unternehmen offenbar an Vorstellungskraft. Mögliche Ursachen, die die Kosten für ein solches Projekt in die Höhe treiben können, würden nicht vollständig eingeschätzt, so Hedberg.

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