Auch der ehemalige schwedische Loipen-Star Lars Håland wird des Dopings beschuldigt (Foto: Ingvar Karmhed / SvD / SCANPIX)
Unerlaubte Blutmanipulation

Alte Langlauf-Elite unter Dopingverdacht

Der skandinavische Langlauf steht vor einem handfesten Dopingskandal. Mehrere Langlauf-Stars der 1990er Jahre, wie etwa der schwedische Weltmeister Lars Håland oder der norwegische Loipen-König Björn Dählie, sollen ihre Leistungsfähigkeit auf unerlaubte Weise manipuliert haben.

Dies zeigen Informationen, die dem Schwedischen Fernsehen vorliegen. Mit heutigen Messmethoden könne aufgezeigt werden, dass beim Weltcup im finnischen Lahtis 1997 mehrere Läufer zu hohe Blutwerte aufgewiesen haben. Diese Werte seien durch die Einnahme des Hormons EPO verursacht, mit dem zusätzliche rote Blutkörperchen gebildet und so die Sauerstoff-Aufnahmefähigkeit des Körpers gesteigert werden kann. Derartige Manipulation war zum Zeitpunkt der Wettkämpfe bereits verboten, konnte aber in Dopingproben noch nicht ausreichend nachgewiesen werden.

Mehrere internationale Langläufer der 1990er Jahre sind bereits früher mit ähnlichen Dopingvorwürfen konfrontiert worden. Bislang ist jedoch ausgeschlossen worden, dass auch schwedische oder norwegische Läufer sich solcher Blutmanipulation schuldig gemacht haben.

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