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Der europäische Fisch liegt ihm am Herzen: Erlandsson
Schweden kämpft für den Fischbestand

Landwirtschaftsminister gegen zu schlappes Rückwurf-Verbot

"Keinem Land liegt so viel an Nachhaltigkeit wie Schweden"
1:53 min

Nach langem Tauziehen haben sich die Landwirtschaftsminister der EU am frühen Mittwochmorgen auf eine strengere Fischerei-Politik geeinigt. Schwedens zuständiger Minister Eskil Erlandsson war dabei als einziger gegen den neuen Vorschlag. Die geplanten Maßnahmen gehen ihm nicht weit genug.

Künftig dürfen nicht mehr als 7 Prozent des Beifangs zurück in die Meere geworfen werden, so lautet ein wichtiger Teil der neuen Regeln. Dies sei zwar eine Verbesserung, jedoch längst nicht ausreichend, so Erlandsson in einer Pressemitteilung im Anschluss an die nächtliche Sitzung. Die Situation für den Fischbestand sei sehr ernst und würde durch die neuen Regeln nicht wesentlich verbessert. 

Erlandsson kritisierte weiter, dass die Fischereiminister langsamer vorgehen wollen als es der Beschluss des Europaparlaments vorsieht. So soll das Rückwurf-Verbot bis 2019 schrittweise eingeführt werden, weiterhin sind mehrere Ausnahmen vorgesehen. 

Schweden für Nachhaltigkeit

Schon im Voraus hatte Erlandsson klar Schwedens Haltung in der Frage deutlich gemacht: „Ich fordere ein sofortiges Rückwurf-Verbot für sämtlichen Fisch. Außerdem will ich so wenige Ausnahmen von dieser Regelung wie möglich. Die Zukunft des Fischbestandes in Europa ist überaus ungewiss.“ 

Erlandsson war schon vor dem Treffen klar, dass es große Meinungsverschiedenheiten in der Frage geben würde. So sei das Bewusstsein für die Empfindlichkeit des weltweiten Fischbestands nicht in jedem Land auf gleich hohem Niveau: „Die Frage hat mitunter auch eine größere soziale Dimension, etwa was den Erhalt von Arbeitsplätzen angeht“, so Schwedens Landwirtschaftsminister auf der Seite der Regierung. „Niemand ist so sehr an Nachhaltigkeit in Sachen europäischer Fischerei gelegen wie Schweden. Was entsprechende Kriterien anbelangt, geht niemand so weit wie ich.“ 

Nun stehen ab Mitte März vermutlich ähnlich zähe Verhandlungen zwischen Ministerrat und Europaparlament bevor, die bis zum 1. Juni in einer verbindlichen politischen Übereinkunft münden sollen. 

Liv Heidbüchel

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