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Baugewerkschaft will für mehr Sicherheit streiken

Die Baugewerkschaft hat die Tarifverhandlungen mit den Unternehmern für gescheitert erklärt und Teilstreiks angekündigt. Die Arbeitsniederlegungen sollen Mitte März beginnen und sich gegen Firmen richten, die dem Verband der schwedischen Bauindustrie angehören.

Ein Gewerkschaftssprecher sagte in Stockholm, da die Verhandlungen auch nach einem Monat keinerlei Fortschritt erbracht hätten, sehe man sich gezwungen, mehr Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Der Sprecher betonte, Hauptstreitpunkt seien nicht die angestrebten Lohnerhöhungen, sondern Probleme der Arbeitsplatzsicherheit. Vertreter der Bauindustrie warfen der Gewerkschaft vor, sie sei für den schleppenden Gang der Verhandlungen verantwortlich. Die Streikandrohung sei ungerechtfertigt.

Unterdessen hat die Arbeitsschutzbehörde bestätigt, dass auf vielen Baustellen erhebliche Sicherheitsmängel bestehen. Bei Inspektionen wurde im vergangenen Jahr in rund 200 Fällen ein sofortiger Baustopp angeordnet, weil akute Unfallgefahr bestand. Laut Statistik gibt es in Schweden bei Unfällen am Bau monatlich ein Todesopfer.

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