Alarmruf an die UNO (hier: UN-Sicherheitsrat)
Diskriminierung

Schwedische Muslime wenden sich an UNO

Mit einem Bericht über die Diskriminierung von Muslimen in Schweden wenden sich schwedische Muslime jetzt an den UN-Ausschuss für die Beseitigung der Rassendiskriminierung. Die Lage sei derart ernst, dass ein solcher Schritt nötig sei, schreiben Repräsentanten des Netzwerks "Muslime in Zusammenarbeit" vorab in einem Artikel in "Aftonbladet".

Das Netzwerk, dem eine Reihe muslimischer Organisationen angehören, darunter der Dachverband Muslimischer Rat, wird demnach am Dienstag als Alternative zu Berichten der Regierung über die Lage der hiesigen Muslime einen eigenen Bericht veröffentlichen. Laut den Verfassern sind die Menschenrechte schwedischer Muslime vor allem im Namen der Terrorismusbekämpfung mehrfach verletzt worden.

So hätten sämtliche 26 bekannte Fälle von Freiheitsberaubung nach Inkrafttreten der neuen Anti-Terror-Gesetze Muslime betroffen. Gleichwohl sei es letztlich nur in zwei Fällen zu Verurteilungen gekommen.

Die Artikelunterzeichner verweisen zudem auf eine Studie des Forums für Lebendige Geschichte, wonach ein Viertel aller jungen schwedischen Muslime bereits Übergriffen ausgesetzt war. Von der Regierung fordern sie unter anderem die Bereitstellung von mehr finanziellen Mitteln für die Sicherheit muslimischer Einrichtungen, so wie dies bereits für jüdische Institutionen bewilligt wurde.


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