Schwedisches Bauunternehmen auf norwegischen Abwegen
Verstoss gegen Kartellgesetze

Schwedische NCC muss Rekordstrafe in Norwegen zahlen

Das schwedische Bau- und Räumungsunternehmen NCC muss im Nachbarland Norwegen eine beispiellose Strafe wegen Verstößen gegen das Kartellgesetz zahlen.

Umgerechnet fast 19 Millionen Euro hat das norwegische Kartellamt NCC wegen unerlaubten Absprachen mit dem norwegischen Bauunternehmen Veidekke auferlegt. Dies berichtet die norwegische Tageszeitung Aftenposten.

Es ist das erste Mal, dass wir eine derart hohe Strafe festlegen, sagte Christine Meyer von der Kartellbehörde der Zeitung. Es handle sich jedoch um ein großen Konzern – im Verhältnis zu dessen Umsatz liege die Strafe nicht höher als gewöhnlich. Den beiden Bauunternehmen werden unter anderem Preisabsprachen, gemeinsame Verhinderung anderer Konkurrenten und der Austausch strategischer Informationen vorgeworfen. Laut Christine Meyer sei der Kartellbehörde bislang kein Fall in vergleichbarem Ausmaß untergekommen.

Auch die norwegische Baufirma sei ursprünglich zu einer ähnlich hohen Geldstrafe verurteilt worden. Da Veidekke aber selbst mit Informationen zur Aufklärung der verbotenen Absprachen beigetragen habe, werde dem Unternehmen die Strafe erspart, so Meyer von der norwegischen Kartellbehörde.

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