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Regierung gibt Bericht in Auftrag

Streitkräfte sehen Afghanistan-Dolmetscher bedroht

Publicerat fredag 8 mars 2013 kl 11.08
"Es gibt eine Bedrohung"
(2:56 min)
Was passiert mit den Dolmetschern, wenn die Isaf-Truppen gehen?

Die Dolmetscher der schwedischen Afghanistan-Truppe können Hoffnung schöpfen, dass ihnen in Schweden Asyl gewährt wird. Die schwedischen Streitkräfte haben jetzt bestätigt, dass die von ihnen beschäftigten Übersetzer gefährdet sind, wenn die internationale Einsatztruppe Isaf 2014 das Land verlässt. Die Regierung hat jetzt die Streitkräfte angewiesen, möglichst bald einen Bericht über das Bedrohungspotential vorzulegen, damit über einen gemeinsamen Asylantrag entschieden werden kann.

Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatten 24 der insgesamt 30 Dolmetscher der schwedischen Afghanistan-Truppe gemeinsam Asyl beantragt. Nach dem Rückzug der internationalen Truppen, würden sie von den Taliban systematisch verfolgt werden, so die Begründung. Migrationsminister Tobias Billström zeigte ihnen jedoch die kalte Schulter. Schweden erteile nicht Asyl als Gegenleistung für erbrachte Arbeit, so Billström damals.

Kritiker forderten jedoch, dass Schweden eine Verantwortung gegenüber den Dolmetschern übernehmen müsse. So haben die USA und Norwegen ihren Dolmetschern Asyl in Aussicht gestellt. Und auch in Schweden ist wieder Bewegung in die Angelegenheit geraten. Der Chef der Einsatztruppe, Anders Silwer, bestätigt gegenüber dem Schwedischen Fernsehen, dass die Situation nicht ungefährlich sei.

Schwedische Amerikaner

„Es gibt eine Bedrohung, aber wir können nicht sagen, ob diese zu- oder abnehmen wird,“ meint Silwer. Der Dolmetscher Murtaza Bigdad ist etwas präziser: „Die Schweden werden hier als Amerikaner angesehen. Und wir werden das erste Ziel hier sein. Wir werden gefangen genommen oder erschossen, weil wir eben jetzt zusammen mit den schwedischen Streitkräften patrouillieren.“

2014 ziehen sich die Isaf-Truppen zurück. Es bleiben Ausbilder und die afghanischen Truppen. Die Sicherheit der afghanischen Mitarbeiter von Isaf-Truppen sieht auch Silwer gefährdet: „Es gibt Widerständler in der Bevölkerung. Das sind Talibananhänger, die gegen die Isaf in Afghanistan sind. Und die Dolmetscher sind ja mit der Arbeit der Isaf eng verbunden.“

Ministerin will Klarheit

Diese Einschätzung allein genügt jedoch nicht, um den Dolmetschern kollektiv Asyl zu gewähren. Verteidigungsministerin Karin Enström hat deshalb von den Streitkräften einen Lagebericht angefordert: „Wir wollen ein Bild, wie die Streitkräfte dies beurteilen, danach können wir entscheiden.“

Die Armee hat ein Programm, um die Dolmetscher wieder ins normale afghanische Leben einzugliedern. Sechs der Übersetzer sind direkt bei den Streitkräften angestellt. Der Rest über ein Unternehmen aus der Schweiz. Verteidigungsministerin Enström ist zuversichtlich, dass die Männer, wenn ihnen tatsächlich Gefahr droht, auch Zuflucht in Schweden finden werden.

„Unsere Asylgesetzgebung ist großzügig. Jeder hat das Recht, in Schweden Asyl zu beantragen. Aber das ist ja nur die generelle Gesetzeslage.“

Wann der Bericht der Streitkräfte fertig wird, ist nicht bekannt. Laut Verteidigungsministerium soll jedoch zügig ermittelt werden.

SVT/Dieter Weiand

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