Begehrte Kunden: Gymnasiasten
Trotz sinkender Schülerzahlen

Schule bleibt lukratives Business

Als freier Träger mit öffentlichen Mitteln eine Schule zu betreiben, ist in Schweden trotz sinkender Schülerzahlen offenbar weiterhin ein einträgliches Geschäft.

Wie eine Untersuchung des Schwedischen Fernsehens zeigt, sind große Risikokapitalgesellschaften nach wie vor sehr interessiert daran, Gymnasialschulen zu eröffnen. Im Laufe der vergangenen drei Jahre sind demnach 76 neue Gymnasialschulen gegründet worden. Gleichzeitig ist die Zahl der Schüler seit 2008 von 400.000 auf 350.000 gesunken. Wegen des verkleinerten Schüleraufkommens, das eine Reduzierung der öffentlichen Mittel mit sich bringt, mussten in jüngster Zeit mehrere Gymnasialschulen geschlossen werden. Zum Teil bedienten sich die Betreiber mehrerer Bildungsstätten dabei der Möglichkeit, Konkurs anzumelden, obgleich ebenfalls von ihnen betriebene Schulen gleichzeitig hohe Gewinne einspielten. Gymnasialschulen nehmen in Schweden Schüler der 10. bis 12. Klassenstufe auf. Im Gegensatz zum deutschen Gymnasium wird die Ausbildung nicht mit einer Abschlussprüfung vergleichbar dem Abitur beendet.

Relaterat

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".