Lungenkrebs fordert weiter viele Todesopfer
Besorgniserregende Zahlen

Anzahl der Krebsfälle gestiegen

In Schweden erkranken immer mehr Menschen an Krebs. Im Jahr 2011 wurden laut dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der Gesellschaft zur Bekämpfung von Krebs, Cancerfonden, 4 Prozent mehr Krebsdiagnosen gestellt als im Jahr zuvor.

Mit dem Altern der Gesellschaft ist ein genereller Anstieg der Krebsrate zu erwarten. Aber selbst wenn man dies mit einberechnet, war die Zunahme der Krebsfälle im Jahr 2011 höher als noch in den vorhergehenden Jahren. Dabei sticht besonders heraus, dass bei Frauen die Zahl der Hautkrebserkrankungen in nur einem Jahr um 20 Prozent zugenommen hat. Bei Cancerfonden glaubt man, dass dies vor allem an Solarien-Besuchen und dem intensiven Sonnen bei Urlauben in südlichen Ländern im Winterhalbjahr liegen könnte.

Neben Hautkrebs ist in Schweden auch eine Zunahme der Fälle an Lungen-, Prostata-, Brust- und Dickdarmkrebs zu verzeichnen. Speiseröhren-, Magen- und Dünndarmkrebs kommen dagegen immer seltener vor, was die Organisation unter anderem mit dem gestiegenen Konsum an Obst und Gemüse erklärt.

Bessere Überlebenschancen für Krebskranke

Dank verbesserter Untersuchungen und effektiveren Behandlungsmöglichkeiten ist auch die durchschnittliche Sterberate bei Krebserkrankungen gesunken. Und im Vergleich mit anderen europäischen Ländern stehen die Überlebenschancen für Erkrankte in Schweden ohnehin gut: in einer Krebstoten-Statistik der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt Schweden erst auf Platz 38 in Europa.

Für Personen unter 80 Jahren ist Krebs dennoch weiterhin die häufigste Todesursache und Lungenkrebs liegt mit über 3600 Todesfällen zahlenmäßig eindeutig an der Spitze unter den verschiedenen Krebsformen. Daher fordert Cancerfonden, dass sich die Regierung im Kampf gegen das Rauchen stärker engagieren solle. Außerdem will man erreichen, dass an den großen Krankenhäusern wieder mehr Zeit und Mittel für die Forschung zur Verfügung stehen und dass mehr Patienten die Chance bekommen, an Studien zu neuen Medikamenten und Behandlungsmethoden teilzunehmen.

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