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Carl Bildt unter Druck

Außenminister soll geheime Informationen preisgegeben haben

Uppdaterat fredag 15 mars 2013 kl 15.00
Publicerat fredag 15 mars 2013 kl 10.00
Carl Bildt, mit der einflussreichste schwedische Politiker

Der heutige schwedische Außenminister Carl Bildt soll Mitte der 1970er Jahre geheime Regierungsinformationen an die USA weitergereicht haben.

Dies schreibt die Tageszeitung Aftonbladet unter Berufung auf Dokumente der Enthüllungsplattform Wikileaks. Der damals 27-jährige Bildt soll demnach interne Verhandlungsergebnisse der im Herbst 1976 neugebildeten Regierung an einen US-Gesandten weitergeleitet haben. Unter anderem habe Bildt über die Pläne zur damaligen Koalitionsbildung, sowie über interne Fragen zur Kernkraft berichtet haben. Laut der Zeitung wurden die Informationen innerhalb der USA auch an den Nachrichtendienst CIA geschickt.

Der einflussreiche schwedische Politiker war zu dieser Zeit politischer Sekretär des damaligen Vorsitzenden der Konservativen, Gösta Bohman. Laut Bildt handle es sich dabei lediglich um harmlose Informationen. Möglicherweise habe er eigene Ansichten gegenüber einem US-Gesandten geäußert – Bildt könne sich aber nicht mehr erinnern, ob es sich dabei um Informationen aus internen Verhandlungen gehandelt habe.  

Auch der Nachrichtendienst-Kenner und Professor, Wilhelm Agrell, pflichtet dem heutigen Außenminister bei. Die Informationen hätten nicht die Landessicherheit berührt und seien daher weit davon entfernt gewesen, unter Geheimhaltung gestellt zu werden.

Wie der Politikwissenschaftler Ulf Bjereld jedoch gegenüber Radio Schweden betont, sei Carl Bildts Handlung  in den 1970er Jahren weitaus brisanter gewesen als es uns heute erscheint. Schweden habe zur Zeit des Kalten Krieges sehr angestrengte Beziehungen zu den USA gehabt – nicht zuletzt im Zuge des Vietnamkrieges. Derartige Informationen an eine fremde Staatsmacht weiterzureichen, habe zu dieser Zeit durchaus Zündstoff beinhaltet.

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