Die Ärzte befürchten Willkür bei der Behandlung illegaler Einwanderer
Medizinische Versorgung illegaler Einwanderer

Ärzte wollen genauere Vorgaben

Ärztevertreter haben eine Konkretisierung des Gesetzentwurfs zur medizinischen Versorgung illegaler Einwanderer gefordert. Regierung und Umweltpartei wollen im Sommer für Menschen, die sich ohne gültige Papiere in Schweden aufhalten, ein Anrecht auf nicht-aufschiebbare ärztliche Behandlungen einführen. Der vorgesehene Gesetzestext ließe jedoch Willkür zu, so die Mediziner.

Die Ärzteorganisationen bemängeln vor allem, dass nicht genau angegeben sei, bei welchen Krankheiten und Verletzungen illegale Einwanderer ein Recht auf Behandlung erhalten sollen. Schon einfache Verletzungen könnten teilweise heftige Komplikationen nach sich ziehen. Daher sei es für den Arzt schwer zu entscheiden, wann man einen Patienten nicht behandeln solle, weil dessen Krankheitszustand nicht akut genug sei. Aus dem Sozialministerium heißt es dagegen, dass man absichtlich keine genaue Definition in den Gesetzestext aufgenommen habe. Bei einer solchen bestehe das Risiko, dass sie für die Anwendung in der Praxis nicht präzise genug formuliert werden könne, sagte ein Ministeriumssprecher dem Schwedischen Rundfunk.

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