Der Junge musste im Polizeiauto ins Krankenhaus gefahren werden
Personal weigerte sich

Kein Krankenwagen für Flüchtling nach Sprung aus dem Fenster

Sanitäter in Gävle sollen einem 16-jährigen Asylbewerber nach einem Selbstmordversuch den Transport ins Krankenhaus verweigert haben. Wie die Tageszeitung Arbetarbladet berichtet, gehe dies aus dem Polizeibericht zu dem Vorfall hervor.

Der Asylantrag des Jugendlichen war abgelehnt worden und daraufhin hatte er sich aus einem Fenster in sechs Meter Höhe gestürzt. Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort, konnten den Sprung des Jungen jedoch nicht verhindern.

Da er keine sichtbaren Verletzungen davongetragen hatte, soll sich das Krankenwagenpersonal geweigert haben den Jugendlichen in die Notaufnahme zu fahren. Daraufhin habe die Polizei den Transport übernommen und auch die Untersuchung des Jungen im Krankenhaus abgewartet.

Bei der Ambulanzverwaltung in der Provinz Gävleborg gibt man sich nun selbstkritisch. Man nehme die Anschuldigungen sehr ernst und werde sie intern weiter verfolgen, sagte der Chef der Einheit, Jörgen Tranevik, dem Schwedischen Rundfunk.

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