Aus dem Zentrum in die Zukunft
Ideen für die Zukunft

Zentrum berät über neues Grundsatzprogramm

500 Delegierte der schwedischen Zentrumspartei sind zum Zukunftskongress ihrer Partei in Upplands Väsby zusammengekommen. Auf dem Sonderparteitag wollen sie das Anfang des Jahres heftig umstrittene neue Ideenprogramm verabschieden, auf dem die zukünftige Politik aufbauen soll. Parteichefin Annie Lööf kündigte unter anderem den Kampf für ein von fossilen Energieträgern völlig unabhängiges Schweden an.

Die unter anderem über Umweltthemen profilierte Zentrumspartei will über verschiedene Steueranreize den Wechsel zu abgasarmen Fahrzeugen und nachwachsenden Rohstoffen erleichtern. Darüber hinaus plädierte die Vorsitzende in ihrer Eröffnungsrede für ein flexibleres Arbeitsrecht und dass es für Unternehmen billiger werden müsse, neue Mitarbeiter einzustellen. In diesen Fragen ging Lööf, die auch schwedische Wirtschaftsministerin ist, auf Konfrontationskurs zu ihren Regierungskollegen von den Moderaten.

Wirklich kontroverse Vorschläge wird das neue Ideenprogramm aber wohl nicht enthalten. Nach der großen Aufregung um den ursprünglichen Programmentwurf im Januar hat die Parteiführung den gesamten Text noch einmal gründlich überarbeitet. Umstrittene Punkte wie unbegrenzte Zuwanderung, die Abschaffung des Erbrechts oder die Zulassung von Polygamie kommen im neuen Entwurf nicht mehr vor. Daher wird auf dem das ganze Wochenende dauernden Kongress mit wenig internem Widerstand gegen die Vorlage der Parteioberen gerechnet.

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