(Foto: Anders Wiklund/Hasse Holmberg/Scanpix)
Nach Betrügereien in Södertälje

Härtere Gesetze gegen Pflegebetrug gefordert

Die schwedische Versicherungskasse fordert härtere gesetzliche Regelungen, um Betrügereien bei der Pflege von Menschen mit Behinderungen zu verhindern. Zuvor hatte der Schwedische Rundfunk berichtet, dass im Raum Södertälje zahlreiche Pflegebedürftige von ihren persönlichen Assistenten im Stich gelassen wurden.

Die Pfleger sollen ihren Klienten zum Beispiel notwendige Medikamente und Nahrung verweigert sowie sich nicht um deren körperliche Hygiene gekümmert haben. Teilweise habe man sogar das Pflegegeld in die eigene Tasche gesteckt, während der Patient der körperlichen Verwahrlosung preisgegeben wurde.

Insgesamt ermittelt die Polizei seit November letzten Jahres gegen über 40 Verdächtige, die in die Betrügereien rund um einen privaten Pflegedienst verwickelt sein sollen. Sie sollen die Versicherungskasse um umgerechnet gut dreieinhalb Millionen Euro betrogen haben. Um solche kriminellen Machenschaften in Zukunft zu verhindern, will die Behörde nun eine bessere Einsicht in die einzelnen Pflegefälle erreichen. Unter anderem soll ein und dieselbe Person nicht mehr gleichzeitig gesetzlicher Vormund eines behinderten Menschen und mit dessen Pflege betreut sein können, da so Missstände wie in Södertälje verdeckt werden könnten.

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