Unzufriedene Absolventen bereiten den Personalplanern Kopfschmerzen
Geldmangel im Gesundheitswesen

Krankenhäuser erwarten schwierigen Sommer

Personalmangel und eine für die Angestellten noch höhere Arbeitsbelastung als im ohnehin schon stressigen Alltag könnten die Situation an vielen schwedischen Krankenhäusern im kommenden Sommer prägen. Dies werde sich auch auf die Patienten auswirken, warnte nun die Vorsitzende der Gewerkschaft der Krankenschwestern Sineva Ribeiros gegenüber der Nachrichtenagentur TT.

Hintergrund der befürchteten Zustände ist ein Aufruf unter neuen Absolventen der Krankenpflegerausbildung, kein Eingangsgehalt unter umgerechnet rund 2850 Euro brutto im Monat zu akzeptieren. Dies sei ein angemessenes Gehalt, wenn man die lange Ausbildungsdauer und die schlechten Arbeitsbedingungen bedenke, so eine Studentin. In den Personalabteilungen der Krankenhäuser ist man jedoch anderer Ansicht. Durch die hohen Gehaltsansprüche vieler Absolventen sei es schwieriger geworden, ausreichend Ersatzpersonal für die Urlaubszeit im Sommer zu finden, ohne das Budget zu sprengen. Bereits im letzten Jahr hatte der Studentenaufruf im Gesundheitswesen zu Engpässen geführt. Nun bieten viele Krankenhäuser ihren normalen Angestellten Vorzüge wie bezahlte Überstunden oder mehr Urlaubstage an, wenn diese sich im Gegenzug verpflichten, den Sommer nicht am Strand, sondern auf Station zu verbringen.

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