Führen die Abwasserrohre nur in die Wiese, könnte es bald teuer werden
Rohr in die Wiese wird teuer

Steuer für Abwassersünder geplant

Auf Hausbesitzer, die ihr Abwasser nicht in kommunalen Kläranlagen reinigen lassen, könnten in Zukunft Extrakosten zukommen. Die schwedische Meeres- und Wasserbehörde hat einen Vorschlag vorgelegt, der diejenigen mit einer Umweltsteuer belasten würde, die ihre Abwässer einfach in die Natur leiten, anstatt sie klären zu lassen.

In Schweden sind etwa 700.000 Häuser nicht an das Abwassernetz angeschlossen, da sie zum Beispiel zu weit von größeren Ortschaften entfernt liegen. Ungefähr die Hälfte davon hätten jedoch keine genehmigte Schmutzwasserentsorgung und etwa 130.000 verstießen direkt gegen geltende Umweltgesetze, so Schätzungen der Behörde.

Die privaten Abwasserlösungen stießen ebenso viel Phosphor in Seen, Flüsse und Meere aus wie alle schwedischen Kläranlagen, die sich immerhin um das Schmutzwasser von acht Millionen Menschen kümmern, zusammen. Außerdem könnten Bakterien und Fäkalienreste ins Trinkwasser gelangen.

Daher war die Behörde von der Regierung damit beauftragt worden, zu untersuchen, wie mehr Hausbesitzer zu einem Umstieg auf eine umweltfreundlichere Abwasserentsorgung angeregt werden könnten. Die Beamten schlagen nun neben der Steuer auf das umweltschädliche Entsorgen vor, dass alle Eigentümer Auskunft über ihre Abwasseranlagen erteilen müssen und dass die Einhaltung geltender Regeln besser überwacht werden soll.

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