Besonders in Mathematik und Naturwissenschaften haben viele schwedische Schüler Probleme
Mehr Mittel helfen nicht

Segregation Grund für schlechte Schulergebnisse

Wachsende Einkommensunterschiede und hohe Arbeitslosigkeit sind die Hauptursachen für das immer schlechtere Abschneiden schwedischer Schüler im internationalen Vergleich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Zeitung Dagens Nyheter.

Mehr Geld für die Schulen, besser ausgebildete Lehrer und eine bessere Förderung lernschwacher Schüler haben dagegen keinen Einfluss auf das Lernergebnis.

Schweden gibt heute mehr Geld für jeden Schüler aus als jemals zuvor. Dennoch fällt man in internationalen Bildungsvergleichsstudien immer weiter zurück. Die Untersuchung der Zeitung kommt nun zu dem Schluss, dass Ausbildungsniveau und Einkommen der Eltern sowie die Arbeitslosenrate in der jeweiligen Kommune die entscheidenden Faktoren seien, die darüber entschieden, wie gut es in der Schule läuft. Hätten zum Beispiel viele Eltern in einer Gegend selbst keine weiterführenden Schulen besucht, dann würden auch die Schüler dort schlechter abschneiden als der Durchschnitt.

Der Zusammenhang zwischen Vorbildung der Eltern und Schulergebnissen sei in Schweden inzwischen ebenso hoch wie etwa in Deutschland oder den USA. Dadurch dass die Segregation im Land in den letzten Jahren immer weiter zugenommen habe, stehe man international auch immer schlechter da.

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