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Unbeliebter Berufsweg

Lehramt steht nicht mehr hoch im Kurs

Lehrer steht auf der Berufswunschliste vieler Schweden ganz weit unten

Der Lehrernachwuchs in Schweden ist zunehmend unterqualifiziert. Wegen der geringen Nachfrage bestehen für ein Lehramtsstudium praktisch keine Zulassungsbeschränkungen mehr und selbst Schulabgänger mit extrem schlechten Noten können sich an den Hochschulen dafür einschreiben.

Die Zeitung Dagens Nyheter veröffentlichte heute neue Zahlen, die den niedrigen Status des Lehrerberufs in Schweden untermauern. Im vergangenen Jahr gab es für die Lehramtsausbildung nur so geringes Interesse, dass selbst Anwärter mit den schlechtesten Noten zum Studium zugelassen wurden. Mehrere Universitäten gaben der Zeitung gegenüber an, dass die Zahl der Studenten, die gesonderte Betreuung benötigten, um die an sie gestellten Anforderungen überhaupt erfüllen zu können, in den letzten Jahren angestiegen sei.

Darüber hinaus stehe auch die Gehaltsentwicklung schwedischer Lehrer im internationalen Vergleich schlecht da. Nach 15 Berufsjahren verdient der Durchschnittslehrer in Schweden etwa 15 Prozent mehr als zu Anfang seiner Laufbahn. In Japan wäre der Gehaltsanstieg in der gleichen Zeit allerdings fünfmal höher gewesen.

Lehrervertreter fordern bessere Bezahlung

Für die Lehrergewerkschaften liegt die Lösung der Krise derzeit vor allem in höheren Löhnen. Nur über eine bessere Bezahlung könne man den Status des Berufes wieder anheben und ihn für Schulabgänger mit guten Noten attraktiver machen. Sogar Bildungsminister Jan Björklund stimmt den Gewerkschaftern dabei teilweise zu. Er will aber vor allem gute Lehrer besser bezahlen. Auf einer Pressekonferenz am Dienstag sagte er:

"Die Anziehungskraft des Lehrerberufes hängt nicht nur von den Gehältern ab - aber sie hängt eben auch von den Gehältern ab. Ich glaube daran, dass es sich lohnen muss, sich aus- und weiterzubilden."

Eva-Lis Sirén, Vorsitzende der Lehrergewerkschaft Lärarförbundet, blickt angesichts der öffentlichen Debatte vorsichtig optimistisch in die Zukunft:

"Ich würde sagen, dass es am dunkelsten ist, kurz bevor es hell wird. Wir sehen jetzt, dass die Regierung Gelder für die Gehälter der Lehrer zuschießt. Wir sehen, wie sich einige Kommunen in der Frage einsetzen. Aber es sind leider noch viel zu wenige und die Lage ist auch nicht besser für Lehrer an freien oder staatlichen Schulen. Wir haben eine nationale Lehrerkrise. Jetzt müssen sich unsere Politiker entscheiden, dass sie diese Entwicklung umkehren wollen - und dafür braucht es höhere Gehälter auf allen Ebenen."

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