Das Projekt soll helfen
Umstrittener Versuch

Stockholm probt erstmals Spritzentausch

Nach jahrelangen Diskussionen startet Stockholm in der kommenden Woche ein Versuchsprojekt, in dessen Rahmen Rauschgiftsüchtige gebrauchte gegen neue Spritzen eintauschen können.

Ab Dienstag können demnach Personen ab vollendetem 20. Lebensjahr die dem St. Görans-Krankenhaus angeschlossene Einrichtung besuchen, um sich medizinisch behandeln zu lassen und Kontakte zu Drogenhilfe und Sozialbehörden aufnehmen. Beim ersten Besuch wird ihnen ein HIV-Test angeboten. In der schwedischen Hauptstadt leben nach Schätzungen zwischen acht- und neuntausend Menschen, die von so genannten harten Drogen abhängig sind. Das Spritzentausch-Projekt war und ist umstritten. Im Zuge seiner im internationalen Vergleich äußerst restriktiven Drogenpolitik hatte Schweden das System des Spritzentauschs lange grundsätzlich abgelehnt.

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