SJ-Vorsitzender Jan Sundling (links) in der Kritik
Eisenbahn-Chef Sundling in der Kritik

Regierung nimmt Vorstands-Gehälter unter die Lupe

Die schwedische Regierung will unerlaubte Nebeneinkünfte der Vorsitzenden staatlicher Unternehmen stärker unter die Lupe nehmen.

Dies teilte Erik Thedéen, Staatssekretär im Finanzmarktministerium, dem Schwedischen Fernsehen mit, nachdem Berichte über den Verwaltungsratvorsitzenden der Schwedischen Eisenbahn (SJ) und seine Nebengehälter bekannt geworden waren.

Jan Sundling, der unter anderem der SJ sowie der Schifffahrtsbehörde vorsteht, hatte ein Honorar aus seinen Verwaltungsratposten bezogen, obwohl er bereits beim Wirtschaftsministerium angestellt war. Dies widerspricht dem geltenden Regelwerk. Jährlich umgerechnet 70.000 Euro soll Sundling dabei unerlaubterweise eingenommen haben.

Im Zuge der reichhaltigen öffentlichen Kritik hat der Eisenbahn-Chef am Montag angekündigt, seine Anstellung im Ministerium aufzugeben. Laut Staatssekretär Thedéen könne nicht ausgeschlossen werden, dass es noch weitere Fälle wie Sundling gebe. Die Regierung werde dem nun auf den Grund gehen.

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