Teddybären sorgten für frostige Beziehungen
Neubeginn

Vorsichtige Annäherung Minsk - Stockholm

Nach langwierigen diplomatischen Streitigkeiten ist in den Beziehungen zwischen Schweden und Weißrussland offenbar eine Entspannung in Sicht.

Wie Schwedens Außenminister Carl Bildt auf Twitter schreibt, wird in der weißrussischen Hauptstadt Minsk in Kürze ein schwedischer Chargé d'affaires installiert. Nach "gewissen Schwierigkeiten" sei dieser Schritt "gut für alle Beteiligten".

Im August vergangenen Jahres hatte Weißrussland Schwedens Botschafter Stefan Eriksson mit der Begründung ausgewiesen, Eriksson unterhalte Kontakte zur Opposition. Schweden hatte daraufhin die Installation eines neuen weißrussischen Botschafters in Stockholm gestoppt und zwei weitere Diplomaten zum Verlassen des Landes aufgefordert. Der Konflikt eskalierte, nachdem Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko sämtliche schwedischen Diplomaten des Landes verwies und die schwedische Botschaft schloss. Als Provokation und schädlich für die Beziehung zwischen beiden Ländern wurde nicht zuletzt die Aktion einer schwedischen Werbeagentur gewertet, die im Juli 2012 800 Teddybären mit regimekritischen Botschaften über Minsk abgeworfen hatte. Lukaschenko hatte die Regierung in Stockholm beschuldigt, an der Aktion beteiligt gewesen zu sein.

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