Geriet weltweit in die Schlagzeilen: Stockholmer U-Bahn
Nach abgesessener Strafe in Schweden

U-Bahn-Räuber wird nach Frankreich ausgeliefert

Der Mann, der im vergangenen Jahr in einer Stockholmer U-Bahnstation einen Bewusstlosen ausgeraubt und anschließend auf den Gleisen hatte liegen lassen, wird nach Absitzen seiner Strafe in Schweden nach Frankreich ausgeliefert. Das beschloss das Amtsgericht Södertälje am Mittwoch.

Er ist verdächtig, in Frankreich einen Mann im Jahr 2011 mit einem Messer so schwer verletzt zu haben, dass dieser kurz darauf verstarb. Die französischen Behörden waren ihm aufgrund der Aufmerksamkeit auf die Spur gekommen, die das Überwachungsvideo von seiner Tat in Stockholm weltweit ausgelöst hatte. Ein französischer Fernsehzuschauer hatte daraufhin die Polizei informiert.

Der Mann, der zum Zeitpunkt seiner Festnahme keine gültigen Identitätspapiere besaß und nach eigenen Angaben aus Tunesien stammt, war im Herbst 2012 in Schweden lediglich wegen schweren Diebstahls zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Den Straftatbestand der unterlassenen Hilfeleistung gibt es in Schweden nicht. Das Stockholmer Opfer war nach dem Raub von einem U-Bahn-Zug überrollt worden, hatte aber schwer verletzt überlebt.  

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