Zumal in Stockholm ist auch eine klitzekleine Mietwohnung Gold wert
Ausverkauf von Mietwohnungen

Großbanken verkauften Kundendaten

Große schwedische Banken haben jahrelang Informationen über Kunden, denen sie selbst kein Wohnungsdarlehen gewährten, an andere Geldinstitute verkauft.

Das enthüllt die Tageszeitung Svenska Dagladet. Ohne das Wissen der Kunden haben SEB und SBAB die Daten demnach gegen Provision an kleinere Banken weitergegeben, die allerdings weitaus höhere Zinsen verlangen, so an das Geldinstitut Bluestep, dessen niedrigster Zinssatz für Wohnungsdarlehen bei 6,35 Prozent liegt.

Wie die Nachrichtenagentur TT am Donnerstag berichtet, haben beide Großbanken aufgrund der Zeitungsberichte jetzt die Vereinbarungen mit Bluestep gelöst. Ein SEB-Sprecher sagte, die Verfahrensweise passe "nicht zu den Wertungen der Bank". Das Abkommen mit Bluestep war 2005 geschlossen worden, als in Schweden der Ausverkauf von Mietwohnungen der öffentlichen Wohnungsgesellschaften und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in großem Stil begann. Die Weitervermittlung an Bluestep habe man damals als "guten Service für die Kunden" gesehen, so der SEB-Sprecher. Viele hätten unbedingt eine Wohnung kaufen und somit eine nahezu garantiert lohnende Investition tätigen wollen. Mietern, die ihre eigene Wohnung kaufen, werden in der Regel Vorzugspreise gewährt.

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