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Prozess gegen den Pfleger (Archivbild)
Urteil in zweiter Instanz

Tod nach verweigerten Krankentransport: Krankenpfleger freigesprochen

Das Oberlandesgericht Svea hat in zweiter Instanz den Krankenpfleger freigesprochen, der einem jungen Mann trotz dessen eindringlichen Flehens den Krankentransport verweigert hatte. Der Patient war wenige Stunden später an einer geplatzten Milz gestorben.

Im Januar 2011 hatte der junge Mann wegen schwerer Atembeschwerden mehrfach das private Ambulanzunternehmen SOS Alarm angerufen, von dem Krankenpfleger aber lediglich den Rat bekommen, tief durchzuatmen. Der Pfleger war nach dem Tod des Mannes zunächst wegen Totschlags im schweren Fall angeklagt, jedoch freigesprochen worden, da das Gericht es nicht erwiesen ansah, dass der Patient im Fall eines Krankentransports überlebt hätte. In zweiter Instanz stimmte das Oberlandesgericht in seiner Begründung der des Amtsgerichts zu. Zudem sprach es den Pfleger von der Anklage auf Gefährdung anderer frei. Das Geschehen könne sehr hastig verlaufen sein, heißt es in einer Presseerklärung des Gerichts. Der Pfleger habe daher die "lebensgefährliche Situation, in der sich der später Verstorbene befand, nicht abwehren können".

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