Bislang ist der Ansturm auf das Lehrerstudium ausgeblieben
Nach Kritik an schlechten Lehrern

Bildungsminister will Zugang zum Lehrerstudium erschweren

Im Zuge der Kritik an der geringen Qualifikation schwedischer Lehrer sollen künftig strengere Aufnahmekriterien für die Lehrerausbildung gelten.

Dies fordert Bildungsminister Jan Björklund in der Tageszeitung Dagens Nyheter. Er sei bekümmert über die heutige Situation in Schweden. Es sei eines der größten strategischen Probleme des Landes, dass die Ausbildung zum Lehrer derart unattraktiv sei. Künftig sollen neue Mindestnoten für das Lehrerstudium gelten.

Während sich der große Koalitionspartner, die Konservativen, hinter den Vorschlag stellt, zeigt sich der frühere sozialdemokratische Schulminister Ibrahim Baylan skeptisch. Das Grundproblem, dass sich zu wenige Studenten für die Lehrerausbildung entscheiden, werde durch Mindestnoten nicht gelöst, so Baylan gegenüber der Nachrichtenagentur TT. Werde der Lehrerberuf nicht an Attraktivität gewinnen, so sei diese Maßnahme wirkungslos.

Metta Fjelkner von der Lehrergewerkschaft „Lärarnas riksförbund“ begrüßte grundsätzlich den Vorschlag. Die Aufnahme zum Studium müsse schwieriger sein. Heute kämen in Schweden allerdings nicht einmal ein Studienanwärter auf jeden verfügbaren Studienplatz. Ein wichtiger Aspekt hierbei sei das Gehalt der Lehrer im Vergleich zu anderen Berufszweigen, so Fjelkner.

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