Mitarbeiter haben wenig Vertrauen in die Führungsqualitäten der Ministerin
Kritik am Führungsstil der Ministerin

Chaos im Ministerium für Entwicklungshilfe

Im Entwicklungshilfeministerium ist das Vertrauen zwischen Ministerin Gunilla Carlsson und ihrem politischen Stab auf der einen sowie den Sachbeamten auf der anderen Seite gebrochen. Die Zusammenarbeit funktioniert so schlecht, dass Carlsson im vergangenen Jahr eine externe Beraterfirma beauftragte, die ihr bei der Leitung des Ministeriums unter die Arme greifen sollte.

Im Bericht der Berater äußern diese nun harsche Kritik am Führungsstil Carlssons und ihrer politischen Mitarbeiter, der zu streng sei und zu sehr auf Details und Formalitäten abziele. Gleichzeitig fehle es dem Ministerium an Führung und konkreten Zielstellungen. Beide Seiten würden einander nicht mehr vertrauen und es herrsche eine ängstliche und resignierte Stimmung im Haus vor.

Die konservative Politikerin sagte, dass sie mit Hilfe der Berater die gute Qualität der Arbeit, die im Ministerium betrieben wird, sichern wolle. Zur scharfen Kritik an ihrem Führungsstil äußerte sie sich nicht. Bei den schwedischen Grünen meint man nun, dass sich die internen Probleme direkt auf die Entwicklungshilfearbeit auswirken würden und hat eine Untersuchung im zuständigen Parlamentsausschuss angekündigt.

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