Die Finanzaufsichtsbehörde FI hat Nordea eine Geldstrafe aufgebrummt. Foto: Hasse Holmberg/Bertil Ericson/Scanpix
Geldwäsche nicht genügend vorgebeugt

Millionenstrafe für Nordea

Die Großbank Nordea, bei der der schwedische Staat einer der größten Anteilseigner ist, muss umgerechnet über 3,5 Millionen Euro Strafe zahlen, weil sie nicht genügend Maßnahmen eingeleitet hat, um Geldwäsche vorzubeugen. Das beschloss die schwedische Finanzaufsicht am Dienstag.

Nordea habe unter anderem eingefrorene Konten falsch behandelt, sodass deren Besitzer auf das dort befindliche Kapital hätten zugreifen können. Außerdem seien die Berichte an die Finanzaufsicht fehlerhaft gewesen. Bei den Vorwürfen geht es unter anderem um Konten der Briefkastenfirma Takilant, über die der schwedisch-finnische Telekommunikationsriese Telia Sonera in Usbekistan Bestechungsgelder ausgezahlt haben soll.

Bereits im Jahr 2010 hatte die Finanzaufsicht Nordea wegen nicht eingehaltener Geldwäsche-Regeln gerügt. Diese Mängel seien noch immer nicht beseitigt, so die Behörde. Nordea meint jedoch, dass auf den eingefrorenen Konten keine unerlaubten Transaktionen stattgefunden hätten und sieht die Geldstrafe als zu hoch an.

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