Geht es Schülern einmal schlecht, fehlt es häufig an Betreuern
Ein Betreuer für 500 Schüler

Nur wenige Krankenpfleger und Psychologen an schwedischen Schulen

In Schweden gibt es zu wenige Schulkrankenschwestern und -psychologen. Obwohl Bildungsminister Jan Björklund bereits vor fünf Jahren das Ziel ausgegeben hat, 1000 neuer solcher Stellen zu schaffen, ist bisher nur wenig passiert. Nicht selten habe sich ein Schulpsychologe heute um 500 Schüler zu kümmern, sagte Titti Fränkel von der Gewerkschaft Akademikerförbundet SSR dem Schwedischen Rundfunk.

Für die Gesamtgesellschaft sei es aber durchaus lohnenswert, mehr Betreuer anzustellen, um Kindern und Jugendlichen bei Problemen frühzeitig beistehen zu können, so Fränkel. Seit 2008 sind in Schweden an kommunalen Schulen 79 Krankenschwestern und 123 Psychologen neu eingestellt worden. Das Ziel von nahezu fünfmal so vielen Betreuern sei jedoch bis 2015 erreichbar, meint dagegen Bertil Östberg, Staatssekretär im Bildungsministerium. Die Regierung hat gesonderte Zuschüsse bereitgestellt, um die Gesundheit schwedischer Schüler zu verbessern. Gemeinden und freie Träger bräuchten lediglich mehr Zeit, geeignetes Personal zu finden, so Östberg.

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