Schweden fehlt es an Leitungen
Netzausbau verschlafen

Regierung zu passiv - Strompreis höher als nötig

Die Strompreise in Schweden könnten heute niedriger sein, wenn die Regierungen der letzten Jahre mehr Druck auf den Betreiber des Überlandnetzes für Stromleitungen ausgeübt hätten. Das konstatiert der schwedische Rechnungshof in einem am Mittwoch vorgelegten Bericht.

Demnach sei das Hauptproblem auf dem Strommarkt in Schweden, dass die Übertragungskapazitäten von den großen Wasserkraftwerken im Norden in den deutlich dichter besiedelten Süden noch immer zu gering seien. Das staatseigene Unternehmen Svenska Kraftnät, das die Überlandleitungen besitzt und unterhält, habe viel zu wenig in den Netzausbau investiert und die eigenen Investitionspläne überhaupt nur selten eingehalten.

Hätten die verschiedenen schwedischen Regierungen der vergangenen Jahrzehnte in dieser Frage nicht so passiv gehandelt und dem Unternehmen mehr Druck gemacht, wären schneller neue Leitungen gebaut worden. Dies hätte vor allem für die Einwohner von Südschweden die Strompreise senken können, so der Rechnungshof.

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