Finnisch, und sonst nix?
grösste Zeitung positioniert sich

Medienkampagne gegen Schwedenhass in Finnland

Die größte Tageszeitung in Finnland, die finnischsprachige Helsingin Sanomat, überraschte ihre Leser an diesem Donnerstag mit zweisprachig, jeweils auf Finnisch und Schwedisch, formulierten Nachrichten.

Hintergrund sind die zahlreichen Morddrohungen, die Befürworter des in Finnland ebenfalls offiziell als Landessprache anerkannten Schwedischen in jüngster Zeit erhalten haben. Im Internet werden seit Wochen teils hasserfüllte Debatten zu dem Thema geführt. Die zweisprachige Veröffentlichung sei ein wichtiges Signal, dass Drohungen gegen Journalisten die Medien nicht zum Schweigen bringen könnten, sagte die Redaktionsleiterin Paula Salovaara dem öffentlich-rechtlichen Finnischen Rundfunk YLE. Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Jyrki Katainen die Hasskampagnen gegen das Schwedische scharf verurteilt.

Sofia Holmlund, Redakteurin der schwedischsprachigen Tageszeitung Hufvudstadsbladet, sagte im Schwedischen Rundfunk, das Schwedische repräsentiere für manche Finnen ein ungeliebtes Erbe aus der Zeit, da Finnland zu Schweden gehörte. Die meisten schwedischen Muttersprachler in Finnland müssten mit negativen Reaktionen leben.

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