Die Aufklärungsrate ist nicht gestiegen
Regierungsinitiative

Polizei-Reform blieb wirkungslos

Schweden hat seit Antritt der bürgerlichen Regierung im Jahr 2006 zwar mehr Polizisten eingestellt, die Reform ist aber ohne Wirkung auf die Aufklärungsrate von Straftaten geblieben.

Das stellt der Beirat zur Kriminalitätsbekämpfung in einem aktuellen Bericht fest. Demnach hatte Schweden im Jahr 2011 entsprechend den Wahlversprechen der vier Koalitionsparteien 2500 beziehungsweise 17 Prozent Polizisten mehr als im Jahr 2006. Rechne man gleichzeitig die Bevölkerungsentwicklung insgesamt mit ein, betrage die Steigerung aber nur sieben Prozent per 100.000 Einwohner, schreibt der Beirat. Außerdem wären die neuen Polizisten meist im Außendienst platziert worden, von wo erfahrene Kollegen stattdessen für Spezialaufgaben abgezogen worden seien. Im wichtigen Außendienst arbeiteten jetzt letztlich nicht mehr Polizisten als früher, sagte eine Sprecherin im Schwedischen Rundfunk. Der einzige Unterschied sei, dass die jetzt dort Beschäftigten weniger Erfahrung hätten.

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