Die schwedische EU-Kommissarin Cecilia Malmström begrüßte die neue Regelung
Nach Entscheid des EU-Gerichtshofes

Neue EU-Regel zu minderjährigen Flüchtlingen begrüßt

Der Entscheid des EU-Gerichtshofes vom Donnerstag zur Auflockerung der Asylregeln bei minderjährigen Flüchtlingen ist von schwedischer Seite stark begrüßt worden.

Dies sei ein wichtiger und freudiger Entschluss, mit dem das Prinzip, das Wohlbefinden der Kinder immer an erste Stelle zu setzen, gestärkt wird, sagte die schwedische EU-Kommissarin Cecilia Malmström. Laut dem Bescheid können minderjährige Flüchtlinge künftig in dem Land um Asyl suchen, in dem sie sich aufhalten. Die Dubliner Verordnung, laut der jeder Asylsuchende immer im Ersteinreiseland seinen Antrag einreichen muss, soll demnach nicht mehr bei Minderjährigen gelten.

In Folge des Entscheids könne erwartet werden, dass die Zahl der Asylanträge seitens minderjähriger Flüchtlinge in Schweden ansteige, sagte Fredrik Beijer von der Migrationsbehörde der Nachrichtenagentur TT. Gleichzeitig würden aber weitaus weniger Minderjährige zwecks Prüfung ihres Asylantrags an andere Länder zurückgeschickt.

Im vergangenen Jahr hatten mehr als 3.500 minderjährige Flüchtlinge in Schweden Asyl beantragt. 328 wurden gemäß der Dublin-Verordnung in ihr Ersteinreiseland, vor allem nach Italien und Malta, zurückgeschickt. Die meisten minderjährigen Asylsuchende in Schweden kamen im vergangenen Jahr aus Afghanistan und Syrien.

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