Alle profitieren davon, wenn genügend Kindergartenplätze vorhanden sind
Wartegebühr vorgeschlagen

Fehlende Kindergartenplätze sollen für Gemeinden teuer werden

Schwedische Gemeinden, die einem Kind nicht innerhalb von vier Monaten einen Platz in einer Kindertagesstätte anbieten können, sollen künftig gezwungen werden, eine Art Wartegebühr an die Eltern zu zahlen. Dieser Vorschlag geht aus einem von der Regierung bestellten Expertenbericht zur Kindergartenplatzgarantie hervor.

Demnach gebe es derzeit in 36 schwedischen Kommunen Probleme damit, den Anspruch auf einen Betreuungsplatz innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen vier Monate zu erfüllen. Die einzige Gemeinsamkeit dieser Gemeinden sei, dass der interne Planungsprozess dort schlecht funktioniere, so der Verfasser des Berichts, Stig Orustfjord, gegenüber dem Schwedischen Rundfunk.

Da die Kosten für eine Familie, die ihr Kind nicht in einer Kita betreuen lassen kann, sehr hoch sein können und die Gesellschaft davon profitiere, wenn beide Eltern arbeiten gehen, schlägt Orustfjord eine Wartegebühr von umgerechnet fast 3400 Euro pro Monat und Kind vor. Damit sollen die Kommunen einen echten finanziellen Anreiz bekommen, rechtzeitig genügend Plätze zur Verfügung zu stellen. Die Vorschläge des Expertenberichts sollen nun im Bildungsministerium genauer untersucht werden.

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