Unter die Lippe geschoben hat Snus ohne Zusatzstoffe nur wenig Effekt
EU-Verbot einer schwedischen Tradition

Kampf um Snus geht weiter

Der Kampf um die Zukunft des schwedischen Lutschtabaks, Snus, geht in die nächste Runde. Laut dem neuesten Vorschlag der EU sollen sämtliche Tabaksprodukte, die Zusatzstoffe zwecks erleichterter Nikotinaufnahme enthalten, verboten werden.

Sämtliche schwedische Snus-Arten sind davon direkt betroffen, sagt Patrik Hildingsson vom Snus-Hersteller Swedish Match dem Schwedischen Rundfunk. Der Lutschtabak wird unter die Lippe geschoben und erst mithilfe des Zusatzes von Natriumkarbonat gelangt das Nikotin in den Körper. Ein Verbot solcher Zusatzstoffe käme einem vollständigen Bann gegenüber dem traditionellen Nikotinprodukt gleich, so Hildingsson. Es sei unklar, ob das Grundrezept für Snus in dieser Hinsicht geändert werden könne. Der Lutschtabak werde in dieser Form seit Anfang des 19. Jahrhunderts hergestellt, man habe keine Backup-Plan für ein neues Rezept.


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