Die Zivilschutzbehörde rechnet mit zehmal mehr Radunfällen als die Polizei
Statistische Verwirrungen

Radfahren gefährlicher als angenommen

Die Sicherheit der Radfahrer in Schweden wird offenbar grob überschätzt.

Gemäß früheren Statistiken der Polizei ist die Zahl an schwer Verletzten nach Fahrradunfällen in den vergangenen Jahren zwar stetig zurückgegangen. Eine neue Erhebung der Zivilschutzbehörde weist nun aber auf einen gegenläufigen Trend hin: Schwere Fahrradunfälle haben in den letzten 20 Jahren stattdessen zugenommen. Jährlich verletzen sich 3.500 Radler derart schwer, dass sie länger als einen Tag im Krankenhaus behandelt werden müssen – über zehnmal mehr, als die 300 schwerverletzten Fahrradfahrer, von denen die Polizei in ihrer Statistik ausgeht.

Die Maßnahmen zum Ausbau der Verkehrssicherheit in Schweden würden auf völlig irreführenden Zahlen beruhen, sagte Jan Schyllander von der Behörde dem Schwedischen Fernsehen. Der Radverkehr sei eindeutig gegenüber den Autofahrern ins Hintertreffen geraten. In der Tat müssten mehr Rad- als Autofahrer nach Unfällen ärztlich versorgt werden, so Schyllander.

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