Nahrungsmittel und Biomasse

Algenplantagen vor Schwedens Westküste

Mit Forschungsgeldern in Millionenhöhe soll der Anbau von Algen entlang der schwedischen Westküste gefördert werden.

Umgerechnet 3,5 Millionen Euro erhält eine Forschungsgruppe vom staatlichen Wissenschaftsrat sowie Regionen, Kommunen und Lebensmittelunternehmen für das Anbauprojekt. Die Braunalgen sollen anschließend in Bioraffinerien zu Nahrung und Essenszusätzen verarbeitet werden, erklärt der Projektleiter Fredrik Gröndahl dem Schwedischen Rundfunk. Dabei könne auch Tierfutter hergestellt oder wertvolle Chemikalien herausgefiltert werden. Außerdem seien die Algen auch als Biomasse für die Energieproduktion geeignet.

Einen entscheidenden Vorteil mit den Meeresplantagen sieht Gröndahl im Mangel an Dünger. Die Algen könnten Nährsalze aus den Gewässern herausfiltern, so der Überdüngung entgegenwirken und zur Verbesserung der Umwelt beitragen. Dem Projektleiter schwebt eine Westküste voller Algenraffinerien vor, in denen statt Erdöl eben die Meerespflanzen verarbeitet werden.