Seit 1974 sind UN-Truppen auf den Golanhöhen stationiert (Foto: Menahem Kahana/Scanpix)
Friedenssicherendes Mandat

Schweden schickt keine Blauhelme auf die Golanhöhen

Schweden will nun doch keine Blauhelmsoldaten auf die umstrittenen Golanhöhen entsenden.

Entgegen früherer positiver Zusagen habe das Außenministerium dem UN-Sekretariat nun mitgeteilt, dass sich keine schwedischen Soldaten an dem UN-Mandat in der israelisch-syrischen Grenzregion beteiligen werden, meldet die Nachrichtenagentur TT. Hintergrund der Ablehnung sei, dass der UN-Auftrag in der Region inzwischen weitaus komplizierter und riskanter geworden sei. Die Lage sei unvorhersehbar und gefährlich, so eine Sprecherin des Außenministeriums. Zudem lege das UN-Mandat klare Begrenzungen auf, was die Bewaffnung der Truppen angehe. Schweden könne den Einsatz deshalb nicht mit der Waffenbestückung führen, die für diesen Auftrag nötig sei.

Außenminister Carl Bildt hatte zum Sommerbeginn bereits deutlich gemacht, dass schwedische Soldaten nur gemeinsam mit anderen skandinavischen Truppen entsendet würden. Nach Ausbruch der blutigen Konflikte in Syrien hatten sich andere Länder aus dem gefährlichen Auftrag zurückgezogen. Auch das skandinavische Nachbarland Finnland hat bereits angekündigt, sich nicht an dem friedenssichernden Einsatz zu beteiligen.

Das UN-Mandat wurde bereits 1974 nach dem Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien in der Grenzregion eingerichtet.

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