Alkoholkontrolle auf hoher See (Foto: Scanpix)
Strengere Gesetze zeigen Effekt

Weniger betrunkene Freizeitmatrosen

Trunkenheit am Bootsteuer ist ein immer geringeres Problem in schwedischen Gewässern.

Seit einer Verschärfung der Verkehrsordnung 2010 ist die Zahl betrunkener Freizeitkapitäne zunehmend zurückgegangen. Im vergangenen Jahr stoppte die Küstenwache über 200 Hobby-Steuermänner mit zu viel Alkohol im Blut – in diesem Jahr waren es bislang fast 90, schreibt die Tageszeitung Dagens Nyheter.

Einerseits würden sich die Bootsfahrer inzwischen verantwortungsbewusster aufs Wasser begeben, andererseits sei der Freizeit-Schiffverkehr generell zurückgegangen, sagte Hans Erlandsson von der Stockholmer Wasserpolizei der Zeitung.

Seit der Gesetzesänderung vor drei Jahren darf die Polizei Routinekontrollen bei leistungsstärkeren Booten durchführen. Vorher war dies nur nach verkehrswidrigem Verhalten der Freizeitkapitäne möglich, etwa nach grober Übertretung der Geschwindigkeitsbegrenzung. Trunkenheit am Steuerrad gilt ab 0,2 Promille, schwere Trunkenheit ab 1,0 Promille. Betrunkene Freizeitmatrosen werden mit Bußgeldern sowie Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft.

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